Franz Helfersdorfer – „Bouquet Espagnol“

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Hörbeispiel

Pressetext

Bouquet Espagnol entführt den Hörer auf eine Klangreise quer durch die musikalische Landschaft Iberiens. 
Den klassisch traditionellen Auftakt macht eine Malagueña, benannt nach ihrem Entstehungsort Málaga. Die Malagueñas entwickelten sich im 19. Jahrhundert aus den alten „Fandangos de Málaga“ und avancierten dank einiger herausragender Flamenco-Sänger in der Blütezeit des Flamenco zum bevorzugten Gesang. Bis heute zählt die Malagueña aufgrund ihres Melodienreichtums zu den besonders beliebten Flamenco-Gesängen. Es folgen drei Pavanen von Luis Milan, der im 16. Jahrhundert am Hofe zu Valencia wirkte und zeitlos schöne Kompositionen für Vihuela, einem Vorläufer der Gitarre, erschuf. Dem Komponisten und Musiker ist auch das erste Tabulaturbuch „El Maestro“ für 6-chörige Vihula aus dem Jahre 1535 zu verdanken. Sein Zeitgenosse Luys de Narváez, ebenfalls Vihuelist und Mitglied der Kapelle Philipp II, übertrug das erklärte Lieblingslied Karl IV „Cancion del Emperador“, eine Komposition des Flamen Josquin de Prez, gekonnt auf das Saiteninstrument.

Der musikalische Bogen spannt sich weiter, beginnend bei Gaspar Sanz, dem bedeutendsten Vertreter der spanischen Barockgitarre, über Domenico Scarlatti, der am spanischen Hof in Madrid tätig war, bis hin zu Fernando Sor und Francisco Tárrega, die beiden wichtigen Erneuerer des Gitarrespiels. Letzterer ist mit drei kleinen, intimen, romantischen Salonstücken vertreten, die beeindruckend zeigen, welch hohen Grad an Lyrik Tárrega mit der expressiven Qualität der Gitarre zu einer Einheit zu verschmelzen vermochte. Sein Beitrag zur romantischen Gitarremusik ist bis heute von herausragender Bedeutung.

Der Komponist und Gesangslehrer Sebastián de Iradier zeichnet sich verantwortlich für zahlreiche Chansons und Tänze, die ihm über die Grenzen Spaniens hinweg große Popularität bescherten. Seine Habanera „La Paloma“ erlangte Weltruhm, und seine Melodien dienten Georges Bizet als Inspirationsquelle für seine Oper „Carmen“. 

Den fulminaten Abschluss des musikalischen Ausflugs in die Heimat der Gitarre, bildet die virtuose Komposition „Asturias“ des Pianisten Isaac Albéniz. Ursprünglich für Klavier komponiert, etablierte sich das Stück als großer Klassiker der Gitarreliteratur. Es ist einem über Asturien niedergehenden Gewitter nachempfunden, und das nuancenreiche Klangspektrum sowie die einzigartige Farbenvielfalt des Instruments kommen dabei höchst beeindruckend zur Geltung. Ein wahrhaft musikalisches Feuerwerk – BOUQUET ESPAGNOL. —Susan Milford

Tracklist „Bouquet Espagnol“

  • Traditional
    • 1 Malagueña facil

      Anonymus

      [1:46]

  • Luis Milán (ca. 1500-1561):
    • 2 Pavane Nr. 3

      Luis Milán

      [1:36]

    • 3 Pavane Nr. 4

      Luis Milán

      [1:14]

    • 4 Pavane Nr. 5

      Luis Milán

      [0:36]

  • Luys de Narváez (ca. 1500-1555):
    • 5 Canción del Emperador

      Luys de Narváez

      [2:39]

  • Gaspar Sanz (1640-1710):
    • 6 Españoletas

      Gaspar Sanz

      [1:38]

    • 7 Danza de las hachas

      Gaspar Sanz

      [0:37]

    • 8 Canarios

      Gaspar Sanz

      [2:46]

  • Domenico Scarlatti (1685-1757):
    • 9 Sonate in A-Dur K.208

      Domenico Scarlatti

      [4:00]

  • Fernando Sor (1778-1839):
    • 10 Mazurka op. 43/4

      Fernando Sor

      [2:21]

    • 11 Andante op. 43/5

      Fernando Sor

      [5:36]

    • 12 Valse op. 43/6

      Fernando Sor

      [2:38]

  • Sebastián de Iradier (1809-1865):
    • 13 La Paloma (Habanera)

      Sebastián de Iradier

      [2:25]

  • Francisco Tárrega (1852-1909):
    • 14 Maria, Gavota

      Francisco Tárrega

      [1:34]

    • 15 Gran Vals

      Francisco Tárrega

      [2:56]

    • 16 Etüde in E-Moll

      Francisco Tárrega

      [1:20]

  • Isaac Albéniz (1860-1909):
    • 17 Asturias

      Isaac Albéniz

      [6.34]

Release-Info „Bouquet Espagnol“

Release-Date:
2005
Label:
Klangbouquet
Catalog:
KB 0501
Gitarre:
Franz Helfersdorfer
Produktion:
Heinrich Mader
Fotos:
Iris Aue
Gestaltung:
Carsten Brüning